Caponniere

19. Jahrhundert/2008

Die Caponniere 4 war ein wichtiges Element der Bundesfestung Ulm/Neu-Ulm. Als Verteidigungsbauwerk diente sie dazu, Soldaten aufzunehmen und aus den Fenstern ein Schussfeld auf den Graben davor zu öffnen, das sogenannte „Vorfeld“. Das Verteidigungsbauwerk gehört zu den wenigen gut erhaltenen historischen Baudenkmälern der Stadt Neu-Ulm.

Ergänzung

Zur Landesgartenschau 2008 wurde die Caponniere 4 aufwendig saniert. Jetzt ist sie in die gestaltete Landschaft des Glacis-Parks eingebunden – wie viele der ehemaligen Festungsbauten. Regelmäßig finden hier Kulturveranstaltungen statt.

Kommentar

Die Caponniere 4 war ein militärisches Gebäude mit festgelegten Zwecken. In ihrer neuen Form hat sich das geändert. Noch immer sieht sie militärisch aus: an der Wand finden sich Abplatzungen. Ob hier jemals geschossen wurde, so weit hinter den Fronten? In ihrer heutigen Form ist sie einerseits ein architektonischer Raum, der Wände hat und ein als Pergola konstruiertes Dach, andererseits auch eine Skulptur im Stadtraum. Schließlich lässt diese neue Form auch an ein Schiff denken.

Impuls

Was bedeutet es, wenn hier ein Element der ehemaligen militärischen Festung für neue architektonische Aufgaben wie Kulturveranstaltungen verwendet wird? Umgenutzt wird es, aber kann man auch von Konversion im Sinne eines Bedeutungswandels sprechen? Wenn man die Caponniere als Aussichtsplattform nutzt: was sieht man heute und was hat man wohl früher gesehen?

Zweiter Blick

Das "Deck" der Caponniere, mit Blick voraus.

Seitenblick

Als Aussichtspunkt schätzen
nicht nur Menschen die Caponniere 4.