Dagmar Schmidt - vorgestellt

Dagmar Schmidt hat sich immer schon mit Stadträumen beschäftigt. Nach dem Studium der Architektur an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (heute Bauhaus-Universität) und der Bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle war sie an Studien zu Halle-Neustadt und zur Kunst am Bau im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland beteiligt. In Halle, Magdeburg, Hannover und Langenhagen (wo sie auch lebt) hat sie sich langfristig mit der Nutzung des öffentlichen Raumes und der Rolle von Kunst darin beschäftigt – als Künstlerin, als Schreibende und nicht zuletzt als Vorsitzende des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK).

Ihre Stadtraum-Installation "Grabungsstädte" aus dem Jahr 2002 bringt diese Entwicklungen in Form: auf dem Grundriss eines bis auf einen Meter Höhe abgerissenen Wohnblocks in Halle-Silberhöhe schuf sie Reproduktionen aus typischem Mobiliar für diese einheitlichen Wohnungsgrundrisse. Nach zehn Jahren, in denen sich sowohl Besucher als auch die Natur dieser quasi archäologischen Situation bemächtigt hatten, unternahm Dagmar Schmidt gemeinsam mit Biologen und Archäologen eine groß angelegte Forschung zur zwischenzeitlichen Nutzung dieses Kunstwerks.

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